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09.01.17 - 09:38 Uhr

Renovierung: Mieter muss nicht Baufreiheit herstellen


Plant der Vermieter Modernisierung- oder Reparaturarbeiten in der Wohnung des Mieters, muss dieser keine „Baufreiheit“ schaffen. Darauf weist der Mieterverein Leipzig hin. „Demnach bedeutet das, dass der Mieter keine Schränke abbauen, Möbel aus dem Zimmer oder aus der Wohnung schleppen muss, um die Handwerkerarbeiten zu erleichtern oder zu ermöglichen“, sagt Anke Matejka, Vorsitzende des Mietervereins Leipzig.

Das gilt nach einer Entscheidung des Landgerichts Berlin (63 S 373/13) auch dann, wenn der Mieter verpflichtet ist, die geplanten Modernisierungsarbeiten zu dulden. Matejka: „Dulden bedeutet eben nicht mit anpacken. Der Mieter ist nicht verpflichtet, innerhalb der Wohnung den notwendigen Platz für die Durchführung der Arbeiten zu schaffen.“

Für „Baufreiheit“ müssen der Vermieter selbst beziehungsweise seine Handwerker sorgen. Die müssen gegebenenfalls nach Ende der Arbeiten auch die Schränke wieder aufbauen, eventuell erforderliche Ausbesserungs- oder Renovierungsarbeiten vornehmen und den angefallenen Dreck wegmachen. „Geschieht dies nicht und hat der Mieter in Folge dessen Kosten, kann er Aufwendungsersatz fordern. Das heißt, der Vermieter muss die Kosten dann in einem angemessenen Umfang ersetzen“, erklärt die Mietrechtsexpertin.