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08.06.17 - 14:06 Uhr

Wohnungsreparaturen sind Sache des Vermieter


Durch das Dach dringt Wasser ein, die Heizungsanlage funktioniert nicht richtig oder die Fenster sind zugig – alle Reparaturen, die während einer Mietzeit notwendig sind, um den vertragsgemäßen Gebrauch einer Wohnung zu gewährleisten, sind Sache des Vermieters und müssen entsprechend in einen geeigneten Zustand gebracht werden. Darauf macht der Mieterverein Leipzig aufmerksam. Doch was passiert, wenn nichts passiert?


„Wichtig ist: Mängel, die es zu reparieren oder beseitigen gilt, umgehend beim Vermieter anzuzeigen. Dazu sind Mieter verpflichtet“, sagt Anke Matejka, Vorsitzende des Mieterverein Leipzigs. Dabei kann die Verantwortung bei Schönheits- oder Kleinreparaturen, auch auf den Mieter umgelegt werden. „Handelt es sich jedoch um die Reparatur technischer Anlagen oder allgemeiner Defekte, ist der Vermieter in der Verantwortung. Trifft der Vermieter keine Maßnahmen, kann der Mieter die Miete kürzen oder einen Teil der Miete zurückhalten.“ In besonders hartnäckigen Fällen besteht die Möglichkeit die Reparatur beiehungsweise den ordnungsgemäßen Zustand der Mietsache vor Gericht einzuklagen – nur kostet das Zeit.


Daher gilt zu wissen: „Unter bestimmten Bedingungen können Mieter die dringend benötigten Handwerker selbst beauftragen und anschließend den Ersatz der Kosten verlangen“, so Matejka. Voraussetzung: Mieter haben den Vermieter zur Reparatur aufgefordert und die Instandsetzung noch einmal angemahnt. Werden die Kosten auch nach Rechnungslegung durch den Mieter nicht beglichen, kann der Mieter laut Aussage des Mietervereins Leipzig, den vorgestreckten Betrag mit den nächsten Mietzahlungen verrechnen.