Mieterverein Leipzig kritisiert Mieterhöhungsankündigung von Vonovia

Einmal mehr bröckelt der soziale Anstrich, den sich das börsennotierte Unternehmen gerne geben will. Mieter und Mieterinnen sollen zur Kasse gebeten…

Einmal mehr bröckelt der soziale Anstrich, den sich das börsennotierte Unternehmen gerne geben will. Mieter und Mieterinnen sollen zur Kasse gebeten werden, um weiterhin die hohen Gewinne des Unternehmens und die Dividenden der Aktionäre zu sichern, kritisiert Anke Matejka, Vorsitzende des Mietervereins Leipzig e.V.

Vonovia, Deutschlands größtes Wohnungsunternehmen hat im vergangenen Jahr einen Gewinn von rund 1,7 Mrd. € erzielt. An die Aktionäre wurde eine Dividende von knapp 1,3 Mrd. ausgeschüttet. Das waren 34 % mehr als 2020. Die Mieten stiegen 2021 im Gesamtunternehmen um 3,8 %.

Während der Pandemie sind die Mieten ungebremst weiter gestiegen, obwohl die Mieter erhebliche Einkommensverluste hinnehmen mussten. Die Immobilienwirtschaft hat hingegen die Corona-Krise unbeschadet überstanden, sogar die Gewinne noch gesteigert.

Auch die jetzigen Kostensteigerungen im Wohnbereich werden fast vollständig an die Mieterinnen und Mieter durchgereicht. Die drastischen Erhöhungen der Energiepreise landen ebenfalls im Rahmen der Heiz- und Warmwasserkostenabrechnung bei den Mietenden.

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